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Stellungnahme zu Fridays For Future

Das Jugendparlament der Stadt Siegen ist dafür verantwortlich, die Interessen von Jugendlichen auf kommunalpolitischer Ebene zu vertreten und die Situation von Jugendlichen zu verbessern. So ist es auch unsere Aufgabe, Missstände und Unzufriedenheiten, auf welche die Jugendlichen aufmerksam machen, aufzugreifen und in die Politik zu tragen.

Wir wollen zudem die Beteiligung von Jugendlichen an politischen Planungs- und Entscheidungsprozessen ermöglichen und sicherstellen.

In den letzten Monaten bestreikten Siegener Jugendliche mehrfach freitags die Schule, um auf die Probleme und Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Unter dem Motto „Fridays For Future“ äußern die Jugendlichen regelmäßig ihre Zukunftsängste und warnen vor einer Erde, die für folgende Generationen im schlimmsten Falle nicht mehr bewohnbar sein wird.

Wir als Jugendparlament der Stadt Siegen begrüßen das demokratische Engagement der Schüler*innen

sehr und stellen uns solidarisch hinter den Protest. Jahrelang wurde die Politikverdrossenheit junger Menschen kritisiert. Jetzt, da Jugendliche auf die Straße gehen, um ihre Meinung zu vertreten, stoßen sie oft auf Unverständnis. Es ist nachvollziehbar, dass Schüler*innen mittlerweile drastische Schritte wie Schulstreiks gehen, da die Folgen des Klimawandels immer reeller werden. Diese gehen weit über die Problematik des Fernbleibens vom Unterricht hinaus.

Selbstverständlich ist Bildung ein hohes Gut und die Schüler*innen verzichten nicht freiwillig auf das Privileg, eine Schulbildung genießen zu können, jedoch sehen sie momentan keine sinnvollen Alternativen zu ihren Streiks. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass die Förderung des Verantwortungsbewusstseins für das Gemeinwohl, die Natur und die Umwelt ein Teil des Bildungsauftrags der Schule ist. Schüler*innen sollen dazu befähigt werden, u.a. verantwortlich am sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen. (Vgl. SchulG NRW §2 Abs.4)

Der öffentliche Diskurs dreht sich viel zu sehr um die Frage „Dürfen Schüler*innen streiken?“.

Für uns ist es wesentlich wichtiger, Handlungsoptionen zu erarbeiten, wie es möglich ist, den Klimawandel bestmöglichst einzudämmen. Hierbei liegt die Verantwortung bei Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Das Jugendparlament unterstützt die Jugendlichen folgendermaßen:

- Als Anlaufstelle für Anregungen und Wünsche von Siegener Jugendlichen

- Kontakt zu Verwaltung und Kommunalpolitik

- Mit außerschulischen Bildungsangeboten

Abschließend bieten wir gerne unsere Zusammenarbeit und Unterstützung für Aktionen und Projekte außerhalb der Demos an.

Das Jugendparlament der Stadt Siegen

f t g m