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Samuel Kahn

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Samuel Kahn
wurde am 05.08.1886 als zweites Kinder der Eheleute Salomon und Rosina Kahn in Siegen-Weidenau geboren. Er hatte zwei Geschwister, Helene und Albert, nach dem Tot der Mutter und der zweiten Hochzeit des Vaters mit Paula Cohen wurde noch sechs Stiefgeschwister geboren, von denen drei Geschwister noch während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden.

Er war von Beruf Viehhändler und wohnte in diesem Haus in der Marburger Str. 19, von dort musste er zwangsweise in die Giersbergstraße 33 umziehen.

Er wurde von der Siegener GeStaPo verhaftet und musste mit dem ersten Deportationszug  am 28.04.1942 vom Siegener Bahnhof nach Zamosc in Polen reisen. Dort verlieren sich seine Spuren, weder sein genaues Todesdatum noch der Todesort sind bekannt.

In seiner Familie gab es einige Besonderheiten:

Seine Halbschwester Erna Kahn lebte bis zum 23.06.1934 in der Gläserstraße 2 in Siegen. Dann verzog sie nach Salzuflen. 1937 floh sie nach New York. 1988 weilte sie noch einmal in Siegen bei ihrer Schwester Jenny, nachdem diese sie zuvor mehrfach in New York besucht hatte.

Seine zweite Halbschwester Jenny Kahn wohnte mit ihrem Ehemann Albert Juncker ebenfalls in der Gläserstraße 2 bis zu ihrem Umzug 1954 in die Sandstraße. Jenny Juncker geb. Kahn (gest. 1. Mai 1990) war in „Mischehe“ mit Albert Juncker (2. Dezember 1904 - 8. März 1987) verheiratet. Sie wurde im September 1944 in Kassel-Bettenhausen, einem Arbeitslager, interniert. Tochter Ursula  wurde rechtzeitig bei einem Bauern in der Nähe von Attendorn versteckt. Albert Juncker holte seine Frau während eines Luftangriffs aus Kassel und versteckte sich mit ihr ebenfalls dort. Nach dem Krieg wurde Albert Juncker Geschäftsführer bei der IHK und war von 1949 bis 1953 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Traute Fries, 2016
Fotoquelle: AMS
Quellenangabe: GB BA Berlin,Thiemann, Walter: Von den Juden im Siegerland, Siegen 1968, S. 44 ,Piorr, Ralf (Hg.): Ohne Rückkehr, Essen 2012, S. 79 ,Dietermann, Klaus: Jüdisches Leben in Stadt und Land Siegen, Siegen 1998
Verlegedatum Stolperstein: 19.05.2011
Verlegeort Stolperstein: Marburger Straße 19, Siegen


Educache "Auf den Spuren der Siegener GeStaPo" Jugendparlament der Stadt Siegen, verantw. Stadtjugendring Siegen e.V.

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